Keeko-Die Beobachtende



Alle sagen grad: Keeko wird mal Leithund. Die Zweibeiner hoffen und denken, dass ich das Erbe von meinem Vater Brisko in mir trage. Durch meinen weißen Fleck auf dem Rücken war ich von Anfang an gut von meinen Geschwistern zu unterscheiden gewesen. Nicht nur körperlich war ich schon schnell auf Zack. Noch lange vor meinen zwei Schwestern (von meinem Bruder ganz zu schweigen), hab ich gelernt wie Auf-die-Hütten-Springen funktioniert oder auch das Treppensteigen war schnell verstanden. Ich beobachte immer sehr genau und lang, was so vor sich geht in meiner Umgebung. Auch schau ich jedem stundenlang in die Augen, was kein anderer Hund so land und intensiv macht.

Mein rechtes Auge ist blau und oben braun. Es war bei jedem meiner Geschwister spannend zu sehen, wie sich die Augenfarben entwickelt haben nach und nach. Auch die verschiedene Fellfärbung ist wie ein Überraschungsei gewesen. Bei mir hat sich der weiße Strich von Stirn bis zur Nase durchgezogen, bei den anderen nicht.

Als erste Ansprechperson hab ich mir Andrea ausgesucht, so hat jeder sein Herrchen- oder Frauchenbezug. Steve forderr ich manchmal regelrecht heraus, wenn es darum geht, ihn auf die Palme zu bringen. Wenn er mich nach draußen ruft schau ich ihn direkt an, schau noch einmal und laufe einfach weiter. Richtig nach dem Motto: „Nö, ich weiß zwar genau, was du von mir willst, aber ich mach’s einfach nicht!“

Jetzt, Anfang 2013: Ich ziehe gut und arbeitet kräftig mit. Von den drei Schwestern bin ich so die Mitte. Weder zu eigenständig wie Akira noch zu anhänglich wie Raven. Immer noch habe ich meinen eigenen Kopf, aber lasse es immer mehr zu, dass ich mich auf die Zweibeiner einlasse. Mal sehen, wie es in ein paar Jahren aussieht.

2014: Ich werde wird doch kein Leithund, ich bin einfach zu ablenkbar sobald es um andere Tiere geht. Egal ob andere Hunde, Mäuse oder Hasen. Was immer noch sehr intensiv bei mir ist: die Suche nach Augenkontakt. Ich liebe es, Küsschen zu geben und auf den Hütten zu sitzen. Meinen Beobachtungsposten verlasse ich nicht so oft.

2019: Bis jetzt bin ich auch immer noch die schnellste im Rudel. Durch meinen schlanken Körperbau und die langen Beine, hänge ich beim Fangespielen jeden anderen im Rudel ab.

Mit Akira hab ich auch immer noch meine kleinen Streitigkeiten. Die Menschen sagen dann, dass wir Ober-Zicken sind. Ja, das stimmt schon, ich streite mich mit Raven nie, aber mit Akira schon. Sie ist halt auch ziemlich dominant, so wie ich.

Sammy ist die Hündin, die ich am wenigsten mag im Rudel. Mit ihr spiele ich nie und möchte auch bei Wanderungen nicht neben ihr laufen. Es gibt eben, wie bei euch Menschen, Freundschaften und Feindschaften.

Seit 2017 ist Bonnie bei uns. Die kleine Schnecke hab ich sofort in mein Herz geschlossen. Ich war zu der Zeit läufig und war also im Haus mit der frechen Maus zusammen. Meine Zweibeiner sagen, wir sind alle viel zu nett zu Bonnie und müssten auch mal Grenzen setzen, aber sie ist eben zurzeit die Jüngst und außer Shenna erzieht da keiner. 🙂

Das mit der Leithündin hat sich bei mir endgültig erledigt: ich mag gar nicht vorn laufen. Bei Andrea laufe ich gern an der zweiten Position, bei Steve lieber ganz hinten, aber ganz vorn mag ich gar nicht. Aber das ist auch nicht schlimm, meine Geschwister geben sich da ja mehr Mühe…



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