Husky-Fragen

Warum haben Huskies blaue Augen bzw. warum haben die Augen verschiedene Farben ?
Kann der Hund (bei zwei verschiedenen Augenfarben) auf beiden Augen gleich gut sehen ?
Müssen die Hunde jeden Tag bewegt werden ?
Wieviel Kilometer muß ein Husky pro Tag laufen ?
Ist es den Huskies im Sommer bei uns zu warm bzw. leiden die Huskies im Sommer ?
Macht den Huskies die Arbeit im Gespann Spaß bzw. laufen/wandern die Hunde gern ?
Sind die Huskies aggressiv ?
Darf ich den Huskies etwas zu Fressen bzw. Leckerlies bringen ?
Warum haben Huskies blaue Augen bzw. warum haben die Augen verschiedene Farben ?

Nicht alle unsere Huskies haben zwei verschiedene Augen, wir haben auch zwei blaue Augen bei Conan, Cooper und Arco. Bei unseren „Welpis“ haben wir jetzt auch zwei braune Augen (Whisky und Raven und jetzt auch Boshka).

Bei uns wird die unterschiedliche Augenfarbe meist dominant vererbt, es setzt sich gegen die Blaue quasi durch. Beispiel: Laila (zwei verschiedene) hatte mit Arco (zwei blaue) fünf Welpen. Nur ein einziger Welpe hat die zwei gleichen blauen vom Vater geerbt, alle anderen haben die unterschiedlichen von der Mutter.

Es kommt aber nicht nur beim Husky vor, auch z.B. beim Australian Sheperd, bei bestimmten Katzenrassen und auch beim Menschen.

Der Fachbegriff für die zwei verschiedenen Augenfarben ist „Iris-Heterochromie“.

Es gibt bei uns auch die „sektorielle Heterochromie“. Das heißt in einem Auge ist ein bestimmter Irisabschnitt andersfarbig als der Rest der Iris. Bei uns betrifft das z.B. Max, der quer druch sein Auge braun und blau geteilt hat. Dann haben wir noch Sammy, Akira und Keeko mit verschiedenen Farben in einem Auge.

Kann der Hund (bei zwei verschiedenen Augenfarben) auf beiden Augen gleich gut sehen ?

Ja, die Augenfarbe beeinträchtigt das Sehvermögen des Hundes nicht. Sonst könnten die Hunde mit beispielsweise zwei blauen Augen generell schlechter sehen als die mit zwei braunen Augen. Man munkelt bloß, dass das blaue Augen ein klein wenig Licht-empfindlicher ist.

Müssen die Hunde jeden Tag bewegt werden ?

Es kommt ganz darauf an, was für eine Jahreszeit wir haben. Da die Hunde sehr Temperatur-abhängig sind, entscheidet im Endeffekt das Wetter wie die Hunde trainiert werden.

Wenn wir vom Training sprechen, meinen wir die Arbeit im Gespann. Dies benötigt der Hund, um zufrieden und glücklich zu sein. Das Nebenher-Laufen am Fahrrad oder gar bloß spazieren-gehen, stellt die Hunde in keinster Weise zufrieden. Sie wollen laufen und ziehen. Das macht sie glücklich und das ist auch Training. Der Rest ist zwar schön, aber stellt die Lauffreude des Huskies nicht zufrieden.

Wir stellen auch jeden Hund vor die Wahl, ob er mitlaufen oder lieber zu Hause bleiben möchte. So kann es schon ab und zu sein, dass der ein oder andere Hund, der sich nicht gut fühlt oder gar ein kleines Wehwehchen hat, zu Hause zu bleibt.

Im Sommer z.B. ist es nicht im Sinne des Huskies, wenn er jeden Tag zum Laufen genommen wird. Auch sind da die Distanzen um einiges weniger als im Winter. Wenn wir in den Sommermonaten mit dem Gespann raus gehen, laufen die Hunde selten über 20 km. Auch sind solche Läufe nur in der Frühe oder in der Nacht möglich. Da ist es kühl und die Sonne scheint nur schwach oder gar nicht. In den warmen Monaten werden Gespannfahrten aller zwei bis drei Tage durchgeführt.

Da unsere Hunde im Rudel leben, haben sie auch so viel Bewegung indem sie miteinander spielen oder nur so ein bisschen toben. Wir mögen die Zwingerhaltung aus genau diesem Grund nicht. (Dies soll nicht heißen, dass sie schlecht ist, es ist nur nicht unser Weg.) Wird das Rudel zu aktiv, ist es für uns ein gutes Zeichen, dass die Hunde mal wieder bewegt werden sollten.

Im Winter sieht das Ganze um einiges anders aus. Da wir uns für das Langstrecken-Training entschieden haben, ist das Training um einiges zeitaufwendiger als normalerweise. Der Lohn dafür (und das ist auch der Grund warum wir dies machen) ist, das wir ruhige und ausgeglichene Hunde haben. Außerdem möchten wir mit den Hunden auch etwas erleben und nicht nur 20 km so schnell wie möglich herunterreißen. So werden Sprinthunde trainiert, welche um einiges spritziger und unruhiger sind als unsere. (Auch hier möchte ich anmerken: Dies soll nicht heißen, dass das andere Training schlechter ist, aber wir haben für uns einen anderen Weg gewählt.)

Wir haben unser Training an das der Musher, welche in Alaska und Kanada trainieren, angelehnt und haben damit tolle Erfolge. Mittlerweile ist es so, dass unter 5 Stunden Training nichts mehr geht. Dies entspricht einer Distanz von ~ 50 – 60 km. Dies ist aber das Mindeste, was wir mit den Hunden machen und dies fast täglich. Nebenbei werden dann auch Touren mit eingebaut, die mal locker über 100 km gehen. Wenn man bei – 10 °C, 12 Stunden mit dem Gespann unterwegs war, weiß man was man gemacht hat. Danach heißt es aber noch lange nicht Feierabend.

Nun müssen erst die Hunde versorgt und dann die Ausrüstung überprüft und verstaut werden. Zum Versorgen der Hunde gehört auch, das die Hunde auf Verletzungen und Verspannungen kontrolliert werden. Das heißt auch, dass es sein kann, dass man im Anschluß 1-2 Stunden dabei ist, die Hunde zu massieren.

Durch den enormen Energiebedarf der Hunde (ca. 8.000 – 10.000 kal./Tag) ist die Fütterung sehr sehr wichtig, welche im Winter mehrmals am Tag stattfindet, damit die Hunde ihren enormen Energiebedarf decken können. Dazu aber mehr bei einer anderen Frage.

Wieviel Kilometer muß ein Husky pro Tag laufen ?

Diese Frage lässt sich in Zahlen schlecht beantworten, da viele Faktoren dies beeinflussen.

Schlittenhunde allgemein sind sehr lauffreudig und lieben ihre Arbeit. So sollten sie auch unserer Meinung nach gehalten werden. Es sind nun mal Arbeitstiere.

Es bringt nichts, einen Husky stundenlang spazieren zu führen oder diesen leer (ohne Zug) am Fahrrad laufen zu lassen. Wir haben eine Hündin, die hält nichts vom Ziehen, läuft aber fast alles leer im Gespann mit. Selbst nach 50 km ist diese noch fit, während die Anderen sehr dankbar über eine Pause sind.

Das Wetter oder besser gesagt die Temberatur ist auch sehr ausschlaggebend. Je kälter es ist, desto schneller regenerieren die Hunde. Wenn im Sommer (es wird nur nachts trainiert) die Hunde zwei, drei Tage benötigen um zu regenerieren, ist es bei -10°C um einiges anderes. Da regenerieren sie schon unterm Laufen sobald nicht mehr so viel gezogen werden muss wie z.B. auf einer Ebene.

Wir trainieren unsere Hunde das ganze Jahr über und gestalten dies je nach Bedingung. Dies nimmt zwar sehr viel Zeit in Anspruch, aber wir haben immer ausgeglichene und ruhige Hunde und wir sind auch sehr viel mit unseren Lieblingen zusammen.

Man darf auch nicht vergessen, dass die Hunde ein sehr gutes und energiereiches Futter benötigen, um diese Leistungen zu bringen. Wir sind immer auf der Suche, um alles zu optimieren und dazu gehört nun mal neben der Ausrüstung auch das Futter.

Falls Sie sich zu diesem Tema beraten lassen möchten, dann kontaktieren Sie uns einfach.

Ist es den Huskies im Sommer bei uns zu warm bzw. leiden die Huskies im Sommer ?

Nein, zum einen verlieren die Hunde ihr Winterfell (das heißt die Unterwolle welche sie im Winter warm hält) und zum anderen gibt es im Norden auch sehr warme Sommer.

In Alaska und Grönland werden die Sommer auch sehr heiß, also auch rund um 27 bis 30 Grad Celsius ist keine Seltenheit. Und es fragt doch auch keiner, ob es den Hunden in Alaska vielleicht zu warm sein könnte…

Hier ein paar Zahlen (für die letzten Skeptiker) welche man auch selber sehr leicht googeln kann:

Die Durchschnittstemperatur für die Sommermonate Mai/Juni/Juli/August ist in Deutschland bei + 16° C. (Viele Leute schimpfen doch über den kalten Sommer hier !)

In Alaska liegt die Durchschnittstemperatur für diese Monate bei +10°C (die Nächte sind um einiges kälter wie bei uns).

Fakt ist: wenn es zu warm ist, arbeiten die Hunde im Gespann erst abends, wenn es wieder kühler ist. Wir Menschen sind ja bei hohen Temperaturen auch eher müde und relaxed und lassen den Tag ruhiger angehen. Genauso ist das bei den Hunden: sie dösen auch gern mal in der Sonne (obwohl sie sich jeder Zeit in den Schatten legen könnten) und ruhen sich aus und wenn wir etwas mit den Hunden unternehmen, dann nur Wandern, Schwimmen oder Kuscheln.

Außerdem passt sich das Fell ziemlich schnell den klimatischen Bedingungen an. Huskies am Nordpol haben zum Beispiel viel dichteres Fell als die hier in Mittel-Europa.

 

Noch eine Anmerkung bzw. etwas zum Nachdenken:

Bis jetzt haben wir noch nie gehört, dass sich Leute darüber Gedanken machen, ob es Tieren, die aus den südlichen Ländern kommen, hier zu kalt ist.

Wie z.B.

– Araber Pferde (Ursprung Iran welches ein Wüstenland ist)

– was ist mit den ganzen Kurzhaar Hunden, die im Winter frieren und sogar Mäntelchen tragen müssen?

Macht den Huskies die Arbeit im Gespann Spaß bzw. laufen/wandern die Hunde gern ?

Huskies sind dazu geboren zu ziehen und zu laufen. Sie werden nicht glücklich, wenn sie nur Gassi gehen oder am Fahrrad laufen! Sie WOLLEN arbeiten! Das ist ihr Leben! Jeder neue Hund zeigt uns das. Selbst die Stadt-Hunde, die wir aus Wohnungshaltungen heraus haben: sie wollen ziehen und laufen. Nix anderes. Dafür sind sie geschaffen. Sie wurden über Jahrhunderte dafür gezüchtet und nun liegt es ihnen quasi im Blut.

Das gute an Sibirischen Huskies ist außerdem: man kann sie zu nix zwingen, was sie nicht wollen. Wenn unsere Hunde stehen bleiben, dann wissen wir: jetzt brauchen sie ne Pause, was zu trinken oder der Leithund muss ausgetauscht werden,weil er ne mentale Pause braucht.

Wir könnten die Hunde quasi nicht dazu bewegen zu laufen, wenn sie das nicht aus vollem Herzen wöllten.

Wenn ihr mal mit fahrt, werdet ihr auch sehen, wie viel Spaß es den Hunden jeglichen Alters macht!

Übrigens: nur mal zum Reinhorchen… Was verbinden die meisten Leute mit dem Begriff „Arbeit“? Für den Großteil der Menschen kommen negative Gefühle hoch. Ist dies der Fall, sollte man mal darüber nachdenken. Für uns ist Arbeit etwas Schönes, manchmal sehr anstrengend, manchmal sogar nervig, aber zum größten Teil ist es etwas, was wir gern machen. Viele sehnen sich am Montag-Morgen schon nach dem Freitag-Nachmittag… Es ist doch unglaublich, dass die meisten Menschen in der Blüte ihres Lebens sich nach dem Alter sehnen, um endlich in Rente gehen zu können…

Sind die Huskies aggressiv ?

Es gibt viele Attribute eines Huskies. Von freundlich, liebenswert, gutmütig über verspielt, sozial bis hin zu schwer zu erziehen und dickköpfig. Das ist alles korrekt, aber aggressiv ist kein Husky.

Schon allein früher wurde es aus der Rasse ziemlich schnell „herausgezüchtet“, da die Hunde schon immer sehr nah, auf engstem Raum, beim Menschen lebten. Ja sogar dafür da waren, die kleinen Kinder zu wärmen.

Aggressionen gegenüber anderen Hunden kommen aber vor. Zum Beispiel verteidigt so gut wie jeder unserer Hunde sein eigenes Rudel. Er würde keinen anderen Hund an sich heranlassen, ohne dass es Ärger geben würde. Erst recht nicht, wenn er im Rudel auftritt.

Innerhalb des Rudels kommen manchmal Rang-Streitigkeiten vor. Meist sind diese eher harmlos. Sie klingen schon ziemlich gefährlich, aber das ist zum großen Teil Show und Macho-Gehabe. Selten bleiben die Hunde mit ihren Zähnen am Ohr des Gegenübers hängen und dann kann es auch schon mal bluten, aber das sind dann eher kleine Kratzer als große Schrammen.

Diese Keilereien kommen meist vor, wenn die Hunde Langeweile haben und unterfordert sind. Wenn ein Husky nicht genug Auslauf bekommt, wird er unruhig und flegelhaft. In der Wohnung kommt dann die Zerstörungswut dazu, wo Couch und Blumen keine Überlebenschance haben.

Sobald ein Husky arbeiten kann und ausgelastet ist, wird er ruhiger und ausgeglichen. Das sieht man unseren Hunden auch dank des Langstrecken-Trainings und der Rudelhaltung auch wunderbar an.

Darf ich den Huskies etwas zu Fressen bzw. Leckerlies bringen ?

Unsere Hundis bekommen ausschließlich Natur-Trockenfutter oder Fleisch. Von daher sind normale Hunde-Leckerlis eher ungeeingnet. Da getrocknete Pansen, Ohren, Ziemer etc. meist recht teuer sind für 17 Hunde, bringen Sie doch einfach 17 Möhren mit. Damit machen Sie den Hunden eine Freude und die Gesundheit der Tiere leidet nicht darunter.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Ganz wichtig: die Hunde NIEMALS ALLEIN FÜTTERN, d.h. wenn keiner von uns anwesend ist. Es kann zu Streitigkeiten kommen und dies führt unter Umständen zu Zoff zwischen den Hunden, der nicht sein muss.

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